Waldviertler_Nachhaltige Schuhe

Als Österreicher ist es schwer, beim Thema „heimische Produktion“ gerade im Bereich der Mode/Kleidung, nicht an Waldviertler Schuhe zu denken. Sie sind der Inbegriff des alternativen Konsums geworden – zumindest im großstädtischen Wiener Bereich. Im Waldviertel sind sie eben „die Schuhe“ geworden, denn Heini Staudinger ist einer von ihnen: ein Mann mit Ideen und Umsetzungswillen, gegen Hindernisse, welcher Art auch immer.

Aber was genau ist das mit den Waldviertler Schuhen? Nun, mittlerweile hatte ich selbst ein paar Paar an den Füßen und sie sind auf unterschiedliche Arten gut.

Warm und Wärmer

Die gefütterten knöchelhohen „Eisbären“ sind DIE Schuhe für kalte Tage – also alles unter -10 Grad oder mit langen Aufenthalten im Freien oder auf kalten Böden (Konzert in der Kirche). Sie halten unglaublich warm und sind die Lösung für alle, die im Winter mit kalten Füssen kämpfen.

Für 0 bis -10 Grad greife ich gerne zu den „Jaga“, einem Boot, der mit dicken Leder überzeugt. Durch den geräumigen Raum sind sie auch bequem für längere Spaziergänge und Wanderungen durch Stadt und Wald.

Beide Modelle sind super robust, so mache ich mir kaum Sorgen über Nässe, Schnee und Matsch. Einzig die Profilsohlen sind manchmal etwas nervig – so bleiben die Splittersteinchen gerne darin hängen und sie neigen auf feuchtem Laub zu rutschigem Gleiten. Aber diese Nachteile sind gottseidank nur selten zu bemerken, die Vorteile überwiegen bei weitem!

Halber Schuh, ganze Wirkung

Bei winterlichen Aufenthalten in Räumen und Gebäuden greife ich gerne zum Kommod Flex. Er hat die dicke Sohle für die Wege im Freien aber als Halbschuh nicht ganz so warm und schweißtreibend wie die beiden genannten Modelle.

Ich hatte auch mal den sportlichen Königsadler, der sagte mir persönlich eher weniger zu. Für einen Sportschuh fehlt die dämpfende Sohle und für einen klassischen Halbschuh fehlt das schlanke Design.

Für Sommertage auf der Terrasse kommt der Kommod Classic zum Tragen. Er besticht durch leichteres Leder, einen bequemen Ein-/Ausstieg und einer leichten Sohle. Schnell rein und raus in die Sonne. So einfach kann Schuhleben sein.

Überlegungen

Ich liebe die gute Verarbeitung und das qualitativ hochwertige Leder. Auch die Idee, jede Saison andere Farben zu verwenden ist einfach großartig. Kann man Waldviertler ein Leben lang tragen? Klar kann man – die Sohlen sind einfach ersetzbar, die Innensohlen detto und die Konstruktion ist tausendfach bewährt und getestet.

Warum ich nicht nur Waldviertler trage ist ebenso einfach erklärt, wie die guten Gründe, es eigentlich zu tun. Die Form ist einzigartig, wiedererkennbar und das Markenzeichen schlechthin. Aber sie ist auch etwas grob und durch die Verknüpfung mit der Marke nicht einfach zu ändern. Damit wird die Form mit dem dritten Paar Schuhe in der Kommode schon fad, uninteressant und langweilig. Ich hingegen liebe dann doch die Abwechslung zu sehr.

Aber jede/jeder sollte mal ein Paar getragen haben und damit hast du ein Teil für die nächsten 10 Jahre zu Hause. Gemacht in Österreich, von Menschen, die hier leben und einen Job haben. Das alleine macht den Preis schon unheimlich günstig, nicht billig. Denn billig sind die Waldviertler auf keinen Fall.

Bezugsquellen:
Am besten in einen der vielen GEA Shops schauen, probieren, gustieren und mitnehmen. Oder in Schrems direkt eine Führung machen und in der Jurte aus einen riesen Auswahl die Qual der Wahl haben.
Es gibt natürlich einen Online Shop, aber erstens werden die Bilder (pro Modell meistens nur eines) den Produkten nicht gerecht und zweitens ist dieser nur in deutsch verfügbar. Das beschneidet einen Online Shop irgendwie zu viel, denn der Vorteil von Webseiten ist die globale Erreichbarkeit. Aber damit hats der Heini wohl eher nicht so sehr 🙂 Gut so.

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