beyerdynamic_Nachhaltige Kopfhörer

Premium Materalien, eine „ewige“ Lebensdauer, austauschbare Einzelteile und Fertigung in Deutschland? Das sind für mich Kriterien, die den Ausschlag gaben, mir die beyerdynamics DT770pro zu kaufen. Das ist mittlerweile einige Jahre her und was soll ich sagen – funktionieren und sehen aus wie am ersten Tag.

beyerdynamic DT 770 PRO - Geschlossener Studio Kopfhörer - beyerdynamic
(c) beyerdyamic Webseite

Der Tipp für dieses Modell kam von einem Freund, der eine Tontechniker Ausbildung absolvierte. Er meinte, diese sind Standard in der Branche und tatsächlich – wenn man die Bauart kennt, sieht man die Kopfhörer dieser Firma fast überall in den Medien, wenn Studio Situationen abgebildet sind.

Das Unternehmen selbst wurde vor fast 100 Jahren in Berlin gegründet und ist immer noch ein Familienbetrieb – obwohl die Produkte weltweit bekannt und verwendet werden. Es liegt an der Qualität und der „made in Germany“ Produktion, die sie auszeichnen. Dabei mokieren mittlerweile immer mehr Benutzer, dass alte Modelle besser gewesen wären – ich kann das nicht bestätigen. Meine Teile sind nun schon älter und vermutlich nicht mit den aktuellen Kopfhörern vergleichbar.

Es wurde mittlerweile im technischen Bereich auch die nächste Reihe eingeleitet – die Tesla Technologie wird nun in immer mehr Modellen verbaut. Wie gut diese ist, liegt ausserhalb meiner Kompetenz, ich habe sie auch noch nicht im Vergleich gehört.

Speziell für Brillenträger wie mich sind die Over Ears der beyerdyamic Reihe angenehm zu tragen. Am Computer kann ich sie stundenlang am Kopf haben ohne dass sie oben am Kopf oder an den Ohren drücken. Dazu kommt eine ordentliche Klangqualität – gut ausbalanciert und abgestimmt. Nicht ganz so klar und natürlich mit einer kleineren Soundstage als echte Premium Teile mit Verstärker, aber dennoch merkbar besser, wenn man vorher eine günstigeres Teil verwendet hat.

(c) lauschig.at

Beim Kauf kann ich nur raten: vorher mal ausprobieren, testen dann entscheiden. In Wien ging das in der Klangfarbe im Gasometer recht ordentlich. Dann prüfen, ob das Modell auch in Deutschland gefertigt wird (das werden nicht alle). Sonstige Kriterien für den Kauf? Für mich sind das die ausschlag gebenden.

Vanmoof Nr.3_Nachhaltiges Design

Ein Fahrrad? Aus Holland? Nun, wenn jemand weiß, wie man Räder in einem Minimaldesign erstellt, auf wartungsfreie Komponenten setzt und dennoch alltagstauglich aufbaut, dann wohl die europäische Zentrale des Radsports seit Jahrzehnten – die Niederlande.

Ich erstand das Rad in einem Sale, dennoch mit fast 500 EUR nicht unbedingt aus der Kategorie „billig“. Denn von einer Ausstattung kann man kaum reden: Alurahmen, kein Ständer, kein Gepäckträger, kein Schloss, keine fancy Pedale oder irgendwas, das auf Sonderwünsche Rücksicht nimmt.

Dennoch hat es spezielle Komponenten – die Leuchten sind im Rahmen integriert und werden mit Akkus betrieben. Diese wiederum laden durch eine Solarbeschichtung auf den Kotschützern. Dazu kommen dicke Reifen, die ein angenehmes Rollgefühl geben und eine Nabenschaltung, die kaum Wartungsarbeiten benötigt. Rücktrittbremse und eine versteckte Kettenführung sowie alle Kabel im Rahmen versteckt runden das Bild ab. Ein schlankes Rad ohne Schnick Schnack.

Leider baut Vanmoof diese Modelle nicht mehr sondern ist komplett auf eine e-bike Produktion umgestiegen. Wenn du also ein solches Rad suchst, bemühe die Kleinanzeigen im Netz und in deiner Umgebung.

Ich bin seit Jahren zufrieden und freue mich auf einen weiteren Sommer auf dem Vanmoof – ein Bike, auf das ich auch immer wieder angesprochen werde. Viele verkennen die Technologie und das Designwissen, das in diesem Modell steckt, aber durch die Einzigartigkeit zieht es doch Blicke auf sich.

Mein persönliches Bike

In Zeiten wie diesen unterstützt eure lokalen Radmechaniker und lasst euch ein Service machen. Das verlängert die Freude am Rad und gibt die Sicherheit, dass die Sommersaison ohne böse Überraschungen auf euch wartet. Man sieht sich dann am Radweg!

feinedinge*_Nachhaltige Produktion #1

Feines Porzellan, gefertigt in einer Manufaktur im 5ten Wiener Gemeindebezirk, quasi im Nebenraum des Verkaufslokals, besticht durch moderne Interpretionen klassisch gewohnter Formen und dezenter Farben.

Vasen der Serie ALICE (c) by feinedinge* facebook seite

Es sind vertraute Stücke und doch neu, fremd und frisch – egal aus welcher Linie, auf Tischen und Regalen präsentieren sich die Erzeugnisse zusammenpassend und wohltuend anders. Sogar eine RAW Linie hat sich etabliert – entstanden aus den Resten im Produktionsprozess kommen hier absolute Uniquate zustande, keines gleicht dem anderen in Farbton und -abstufung. Stolz tragen sie ein Siegel des Herstellungsdatums und werden dann auf die Reise in die Haushalte dieser Stadt geschickt.

Neben der RAW Serie begeisterte mich vor allem der Dauerläufer ALICE (vgl. Bild oben) – seit 10 Jarhen im Programm und immer noch frisch-aktuell im Design. Klassisch schmiegt sich das Runde zu bestehenden Stücken zu Hause und dennoch bringt es den Schwung und Kick von gänzlich Neuem hinein.

Bezugsquellen:
Längst nicht nur in Wien sind diese Porzellanerzeugnisse zu erstehen, Läden in Deutschland, Europa, Australien und USA führen „feinedinge*“ aus Wien. Die Läden werden aktuell auf der Webseite aufgeführt, auch die Preise finden sich online. Dennoch, das schönste Erlebnis ist ein Besuch im 5ten Bezirk – der Shop und die Produktion sind dort einfach zugänglich.

Das FairPhone_Nachhaltiges Design #1

Die Idee begeisterte (nicht nur mich) von Anfang an – ein Smartphone, dass sich durch nachhaltiges Design, faire Arbeitsbedingungen und kontrollierter Herkunft aller Rohstoffe auszeichnen sollte. Ganz konnte das Versprechen nicht gehalten werden, dennoch gibt es wohl kein Smartphone, dass irgendwo in die Nähe dieser Prinzipien einer bewußten Wertschöpfungskette kommt.

Modularer Aufbau des Fairphone 1 (c) by fairphone, Quelle: offzieller Flickr Account von fairphone

Klar war ich dabei und muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Nach 2 Jahren mal den Akku gewechselt (super easy auf der Webseite bestellbar) und alles wunderbar. Also Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht ganz, denn der Support für das Upgrade auf Android 4.4 wurde aufgegeben. Eine Alternative war nicht in Sicht. Leider war es die Entscheidung, auf einen etwas älteren Prozessor zu setzen, im Nachhinein wohl etwas ungünstig.

Modulaufbau Fairphone 2, (c) by fairphone, Quelle: offizieller Flickr Account von fairphone

Das Nachfolge Modell war vom Design her komplett anders. War die Rückseite des ersten Fairphones noch eine Metallabdeckung, die sich einfach runterschieben läßt, ist es nun ein Kunststoffrahmen, der die Komponenten zusammenhält. Das Model 2 wuchs von den Dimensionen her und war bei weitem nicht mehr so kompakt wie das erste Teil. Verglichen mit heutigen Standardmassen sind beide jedoch immer noch handliche, kleine Geräte.

Nach der anfänglichen Begeisterung beim ersten Fairphone, aber der Enttäuschung im Nacken, hatte es das zweite Gerät von Beginn an schwer, den Enthusiasmus wieder zu wecken. Dazu kamen Probleme mit der Software (wiederholte Neustarts während derTelefonsgespräche) und die fehlende Eleganz, die das erste Design noch hatte. Dennoch war ich bei der Crowdsourcing Kampage 2015 dabei, um die erste Chargenaussendung zu erhalten.

Nach zwei Jahren musste es dann einem herkömmlichen Gerät weichen – das Display gab an den Seiten den Geist auf. Zunächst funktionierten Bereiche des Touchscreens nicht mehr, dann kam es auch zu Darstellungsfehlern. Meiner Erinnerung nach, war ich nicht der einzige, der davon betroffen war – im Forum fanden sich duzende Einträge. Leider wurde auf meine Support Anfrage nur mit wochenlanger Antwortzeit reagiert und es bestand keine einfache Möglichkeit, die Gewährleistung in Anspruch zu nehmen.

Modularer Aufbau des Fairphone 3 (c) by fairphone, Quelle: offzieller Flickr Account von fairphone

Heute finde ich diverse Vorab Tests zum Fairphone 3, das auf der Webseite vorbestellt werden kann. Ich habe noch die Vorgänger in der Schublade rumliegen, eine Rücksendung eines der beiden reduziert den Preis um 40€. Das Konzept ist immer noch das gleiche – ein möglichst faires Teil, mit einfachen Modulen zum simplen tauschen und ein Herstellprozess, der möglichst gerechte Entlohnung zum Ziel hat.

Ich bin versucht, der neuesten Generation eine Chance zu geben. Oder sollte ich weiterhin mein jetziges Phone verwenden, bis es den Geist aufgibt? Aber dann ist das jetzige Mittelklasse Fairphone 3 bereits veraltet und der Reiz des Neuen verflogen.

Gründe für das Fairphone 3Gründe gegen das Fairphone 3
Unterstützung und Sichtbar-machenJetziges Phone funktioniert fast tadellos
Akku nach Tausch beim jetzigen Gerät immer noch mauFairphone 3 ist nicht mehr so kompakt wie vorher (>5 Zoll)
Preis/Leistung durchaus angemessenErfahrungen mit Vorgängern eher so lala
Kleines Unternehmen, große Vision

Projekte wie dieses sind wichtig – Kontrapunkte in der Zeit des zügellosen Konsums und der Wegwerfgesellschaft. Auch wenn meine Entscheidung noch offen ist, wie sehr ich fairphone unterstütze, vielleicht gibt es da draussen andere, die mitmachen und ein Zeichen setzen.